Google Earth und Google Maps kennt mittlerweile jeder. Die Erde als hochauflösende Satellitenbilder, die Welt ganz einfach und bequem im Web-Browser selbst entdecken. Doch was ist mit dem Blick in die entgegengesetzte Richtung, dem Blick in die Sterne? Dafür gibt es eine neue Webseite.
Die NASA und Microsoft haben die neue Webseite www.worldwidetelescope.org ins Leben gerufen. NASA hat Bilder des Sternenhimmels geliefert, Microsoft hat sie mit einem neuen Verfahren zusammengesetzt. Entstanden ist die bisher grösste und hochauflösenste Sternenkarte in 3D. Und das beste: Sie ist öffentlich allen zugänglich. Um alle Daten auf einmal darzustellen, müsste man einen Screen aus nicht weniger als 50'000 HD-Bildschirmen bauen, also knapp 300 Bildschirme breit und 168 hoch. Das Bild wäre 181'000 Pixel hoch und 572'000 Pixel breit, total wären es also rund 103'680'000'000 Pixel, also 103 Milliarden 680 Millionen. Ganz schön viel.
Mit www.worldwidetelescope.org ist somit der grösste Sternenatlas im Internet entstanden. Und es macht unendlich Spass, den Sternenhimmel zu erkunden. Beim Testen machte ich eine Reise zu bekannten Himmelsobjekten wie der Andromeda Galaxie, dem Pferekopfnebel oder den Plejaden. Man kann aber auch herausfinden, wo die Sonne zur Zeit steht, das gleiche gilt für Planeten. Für diese übrigens, wie für die meisten Monde, gibt es 3D-Modelle. Super finde ich die sogenannten Guided Tours. Sie führen uns zu Nebeln, Galaxien, Planeten, Schwarzen Löchern, Super Novae, Sternenhaufen, usw. Ich habe zum Beispiel die Top 7 Galaxien des Universums besucht, bin danach zum Mittelpunkt unseren Milchstrasse gefahren und habe dann im Vorbeigehen noch die Sombrerogalaxie betrachtet. Man kann übrigens auch selber Touren erstellen und sie mit den anderen Usern teilen.
www.worldwidetelescope.org ist kostenlos. Man kann auf der Webseite den Client gratis runterladen, oder man machts wie ich, man startet ganz einfach den Webclient. Und schon gehts los.
Das World Wide Telescope möchte den Sternenhimmel allen Leuten näherbringen, die damit sonst wenig am Hut haben. Sie erhalten einen Einblick in die Astronomie, wie ihn sonst nur die Forscher haben. Die Seite eignet sich sicher auch super für Kinder, die so spielend die Sterne erkunden.
Meiner Meinung nach ist World Wide Telescope besser als Google Sky. Die Daten sind besser und hochauflösender. Die Guided Tours helfen einen, interessante und spannende Objekte im Kosmos zu finden.
» www.worldwidetelescope.org
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