Augmented Reality – Wikipedia erklärt diesen Begriff nüchtern als computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Doch dahinter steckt viel mehr. Denn Augmented Reality könnte die Art und Weise, wie wir uns in unserer Umwelt zurechtfinden, grundlegend verändern.
Gehen wir dem Begriff «Augmented Reality» erst einmal auf den Grund und versuchen ihn, anhand einer Bergwanderung zu erklären. Oft streiten wir uns darüber, wie ein gewisser Berggipfel heisst und wie hoch er ist. Wir können diese Frage folgendermassen klären. Wir nehmen unser Smartphone und starten Google Maps. Wir erhalten eine Karte oder ein Satellitenbild und versuchen nun, den Gipfel zuzuordnen. Das Problem: Wir sehen den Gipfel vor uns in 3D, auf der Karte aber in 2D, vor uns von der Seite, auf der Karte von oben. Die Bestimmung eines Berggipfels ist nun reine Interpretationssache. Ein einfachsten wäre es natürlich, wenn jeder Berg oben eine Beschriftung hätte mit dem Namen und der Höhe. Das geht natürlich nicht. Wenn wir aber ein Gerät «dazwischen schalten», sieht es wieder anders aus. Und genau das macht Augmented Reality. Es braucht ein Gerät, in unserem Fall das iPhone, auf dem es das Bild der Umwelt abbildet. In dieses Bild fügt es die gewünschten Infos ein. Es muss nicht unbedingt ein iPhone sein. Im Prinzip eignet sich jedes Gerät. Z.B. kann es ein Laptop sein, oder eine Virtual Reality Brille, usw.
Augmented Reality ist keine Science Fiction. Alle, die ein iPhone oder ein Android Handy besitzen, können die App Layar downloaden, und das sogar kostenlos. Schon taucht man ein in die Augmented Reality. Layar ist ein kleines Wunderwerk. Es findet Pizzerias in einem vorgegebenen Umkreis, ebenso Youtube Videos oder Flickr Videos, es zeigt einem Wikipedia-Einträge über seine Umgebung, usw. Die Möglichkeiten sind fast grenzenlos. Und das Tolle: Layar fügt die gefundenen Infos wieder direkt ins Bild ein, das man mit dem Smartphone aufnimmt.
Layar benutzt alle technischen Features des Smartphones. Anhand des GPS-Empfängers bestimmt es seine Position, dank des Kompasses und der Neigungssensoren weiss es, in welche Richtung es blickt. Wenn wir also das Bild unserer Umgebung auf dem Screen haben, dann weiss das Smartphone genau, was es vor sich hat. Es sucht nun im Internet nach Infos, die es auf das Bild legen kann. Wir geben an, welche Quellen Layar durchforsten soll, ob Google, Youtube, Wikipedia oder eine der unzähligen anderen.
Was nun auf den Smartphones immer mehr aufkommt, ist in der Industrie oft schon Realität. So sieht ein Chirurg in einer Display-Brille das Bild eines Organs seines Patienten, das mit einer Aufnahme aus dem Computer-Tomographen überlagert ist. Bauarbeiter sehen mit speziellen Kameras ein Grundstück oder eine Strasse mit den Strom- oder Wasserleitungen, die darunter verlaufen.
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